Tao der Nacht
© Tai Chi Schule Wiesbaden 2012

Traum Yogi Kai

Schon als Kind empfand ich es immer als ein besonderes Vergnügen in Träumen zu fliegen oder unter Wasser zu tauchen und dabei ganz normal weiter atmen zu können. Ich habe es auch geschafft willentlich mir im Traum Wünsche zu erfüllen, die ich vor dem Einschlafen als Absicht formulierte. Etwas von der Abenteuerlust konnte ich auch in meine Jugend retten, aber so richtig konsequent und zielgerichtet habe ich das nie weiter verfolgt. Wie auch? So verbreitet ist das Thema „Schlaf/Traum“ nicht – wir leben, was das angeht in einer von Schlafentzug geprägten Gesellschaft in der viele Menschen an Schlafstörungen leiden oder gar kein Interesse am Träumen zeigen. Die Thematik hat mich allerdings nie ganz losgelassen und sodass ich schliesslich im Jahr 1998 meine alte Passion wiederbelebte. Das ist auch der Zeitpunkt an dem ich begann meine Träume aufzuschreiben. Mittlerweile füllen meine Traumtagebücher eine Regalwand und es kommen stetig neue Bände dazu. Mich fasziniert an Träumen insbesondere die Vielfalt, Intensität und das Potential welches uns zur Verfügung steht und in Träumen lebendig wird. Träume laden uns ein in eine Reise nach innen zu uns selbst, zum Grossen Träumer wie ich gerne sage und damit meine ich den Kern unseres Seins. Auf dieser Reise habe ich bisher neben gewöhnlichen Träumen auch viele faszinierende Erlebnisse gehabt. Die Tür ins Reich der Träume und magischen Momenten steht uns immer offen, da sie jede Nacht aufgeht, als ein natürlicher Prozess des Schlafens. In den folgenden Jahren verschlang ich förmlich Berge an Literatur und besuchte diverse Workshops im In- und Ausland. Besonders intensiv und lehrreich werden mir die Seminare auf Hawaii oder in Brasilien im Amazonas in Erinnerung bleiben. Vorallem luzide Träume weckten meine Begeisterung. Die vom Amerikaner Stephen LaBerge und dem Deutschen Paul Tholey entwickelten Techniken funktionieren bei mir sehr gut. Sodass ich seit 2000 regelmäßig luzide Träume habe. Mittlerweile habe ich über 950 davon dokumentiert. Nun erlebt man unterschiedliche Stufen der Luzidität, von der einfachen Erkenntnis dass es sich um einen Traum handelt und beispielsweise eine bedrohliche Situation an Schärfe verliert, bis hin zum Fühlen dass alles im Traum auch Anteile von mir sind und das alles aus Licht/Schwingung besteht, man quasi in der Ursuppe des Bewusstseins herumschwimmt und darin aufgehen kann. Das tolle am luziden Träumen, ist die Tatsache, dass diese nächtlichen Erfahrungen eine Veränderung in einem selber hervorrufen. Das Leben als Traum – indem wir nicht festgelegt sind auf eine Rolle, auf eine immerwiederkehrende Erfahrung (z.B. emotionales Leiden), indem wir in Kontakt treten mit unserer Umwelt, indem wir lernen wieder wach und lebendig zu sein und unser DA-Sein geniessen. Unsere innere Welt bestimmt maßgeblich die Art und Weise wie wir die äussere Welt wahrnehmen, aufnehmen und verarbeiten. Die Traum- und Schlafyoga Praxis kann diesbezüglich eine wahre Transformation hervorrufen, die zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit, Vitalität und Kreativität führt. Seit 2004 gebe ich selber Workshops im Tao der Nacht. Mir ist dabei wichtig ein schlüssiges und nachvollziehbares Konzept den Teilnehmer/innen anzubieten. Ein Klick und du findest das Besondere an meiner Herangehensweise oder meine Perspektive in Sachen Traum und Schlaf Yoga. Jede Nacht tauchen wir in die tiefen (unseres) Bewusstseins ein und sind Teil des in uns schlummernden kreativen Potentials. Bei dieser faszinierenden Entdeckungsreise unterstütze ich Interessierte gerne.
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(Stephen LaBerge, Kai, Keelin 2004 Hawaii)